Lungenkrebs durch Rauchen – nur Panikmache oder echte Gefahr?

cigarettes

Lungenkrebs stellt bei den Männern die 2.-häufigste und bei Frauen die 3.-häufigste Krebsdiagnose – ein Grund, diesem Thema auf den Grund zu gehen.

Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass im Jahr 2013 in Deutschland insgesamt 46 332 Personen an Krebserkrankungen verstarben, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Den größten Anteil nimmt dabei der Lungenkrebs ein.

Etwa 80% der Fälle von Lungenkrebs sind auf Zigarettenrauchen zurückzuführen!

Rauchen stellt dabei den Hauptrisikofaktor: Vier von fünf Lungenkrebstodesfällen, also 80% (!), sind auf das Rauchen zurückzuführen. Wodurch entsteht nun die konkrete Gefahr? Grund sind die verschiedenen chemischen Substanzen, die während des Rauchens aufgenommen werden und sich dauerhaft im Körper, maßgeblich an der Lunge, absetzen. Je mehr Zigaretten geraucht werden, je „tiefer“ inhaliert wird und je früher das Einstiegsalter war, um so größer wird das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Auch die verschiedenen Produkte wie Pfeife, Zigarillo, Zigarre oder Zigarette haben Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

Zahlen, die erschrecken – Lungenkrebsrisiko bei Rauchern 15 bis 25-mal höher!

Die Sterblichkeit für jede Krebsart ist bei Rauchern zweimal, bei starken Rauchern drei- bis viermal so hoch wie für Nichtraucher; für Lungenkrebs ist das Risiko bei Rauchern zehnmal, bei starken Rauchern sogar 15 bis 25-mal höher. Für Raucher steigt das Krebsrisiko mit jeder Zigarette an.

Aber auch bei Nichtrauchern kann sich durch Passivrauchen das Krebsrisiko erhöhen. Dies hängt mit der individuellen Anfälligkeit für Mutationen zusammen. Insofern schaden Raucher nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem direkten Umfeld. Vor allem in ungelüfteten Räumlichkeiten steigt für Nichtraucher das Krebsrisiko durch die in der Luft enthaltenen krebserregenden Partikel.

The trend is your friend

Wie das statistische Bundesamt aber auch berichtet, ist der Nichtraucheranteil im Jahr 2013 im Vergleich zur Befragung im Jahr 2005 vor allem in den jüngeren Altersgruppen gestiegen, und zwar um jeweils 10 Prozentpunkte. Bei den 15- bis 19-jährigen Männern erhöhte er sich bis 2013 auf 84 %, bei den gleichaltrigen Frauen sogar auf 89 %. In der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen stieg der Nichtraucheranteil bei Männern auf 65 % und bei Frauen auf 74 %.

Ein schöner Trend, den wir ausdrücklich begrüßen!