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Studie: Das Karzinom-Erkrankungrisiko steigt mit dem Body-Mass-Index (BMI) erheblich!

Wie oft hört man es in diversen zweifelhaften Talkshows: Völlig aufgedreht artikulierende Menschen mit Übergewicht fühlen sich angeblich pudelwohl, alles ist prima, und gefährlich ist die Übergewichtigkeit schon mal gar nicht.

Ja klar. Die Erde ist eine Scheibe, und Twix heißt wieder Raider… Übergewicht geht natürlich auch nicht zu Lasten des Herz-Kreislauf-Systems, und Knochen und Gelenke leiden dabei schon mal gar nicht. Es begünstigt natürlich auch kein Diabetes, und auch andere auftretende Krankheiten sind vom Übergewicht selbstverständlich völlig unbeeinflusst. Alle diesbezüglichen Studien sind sicher frei erfunden, und es geht der gierigen Lifestyle Industrie ja schlicht auch nur darum, die „Dicken“ zu diskriminieren…

Warum schreibe ich das, zumal es hier doch um das Thema Krebs geht?

Nun, auch zum Krebs werden regelmäßig repräsentative Studien durchgeführt. Ob diese wohl alle so korrekt sind!? Die Beurteilung obliegt meinen geneigten Lesern. Nicht vorenthalten möchte ich Ihnen die Ergebnisse einer relevanten Studie von Eugenia E. Calle aus dem Jahr 2003. Ach, 2003 – na, ob die überhaupt noch „gültig“ ist!? In der Zeit von 1982 bis 2003 wurden ca. 900.000 US-Amerikaner, die zu Beginn der Studie ohne Krebserkrankung waren, beobachtet. Etwa 57.000 Menschen starben in diesem Zeitraum. Ziel war es, einen Zusammenhang zwischen der Todesursache und dem Body-Mass-Index der an der Studien teilnehmenden Personen herzustellen.

Übergewicht beeinflusst das Krebs-Sterberisiko maßgeblich

Ergebnis der Studie: Die Krebs-Sterberate bei Personen mit dem größten Übergewicht (Body-Mass-Index zwischen 35 und 40) lag bei Frauen um 62% und bei Männern um 52% höher als bei Personen mit Normalgewicht. Das höchste Risiko bestand nach Auswertungen der Studien allerdings, durch Übergewicht an Leberkrebs zu erkranken. Hier war das Sterberisiko von Übergewichtigen um sage und schreibe 350% höher als bei Normalgewichtigen. Ich denke, dass solche Zahlen durchaus den ein oder anderen zum Umdenken bewegen sollte.

Umdenken lohnt sich

Dazu auch ein Beispiel aus meinem direkten persönlichen Umfeld: Ein guter Freund von mir wog bis vor 1,5 Jahren in der Spitze 118kg. Wäre sicher kein Problem, wenn er denn 2,10m groß wäre. Er bringt es an der Meßlatte allerdings lediglich auf 1,65m. Er war nach wenigen Treppenstufen regelmäßig außer Atem, hatte Schwierigkeiten mit seinem Herz-/Kreislaufsystem, wollte aber auf die guten schwäbischen Spätzle einfach nicht verzichten. Ende 2014 ereilte ihn dann zusätzlich die Diagnose Diabetes Typ 2. Dann fand bei ihm ein Umdenken statt. Es blieb nicht beim Denken, sondern er handelte, indem er maßgeblich seine Ernährung komplett umstellte. Auch ein wenig Sport fand nun regelmäßig Platz in seinem Terminkalender.

Eigenkreationen statt Fast-Food

Wo er früher noch die Ausfahrt zu McDonalds und co. suchte, findet er nunmehr einen Weg an den eigenen Herd (den Thermomix konnte ich ihm nicht ausreden…), um mit ausgewählten Lebensmitteln, die tatsächlich zahlreich vorhanden sind, ausgewogene Ernährung zu betreiben. Er hungert dabei nicht – im Gegenteil. Er genießt. Jeden Bissen! Heute wiegt er 73kg. Im März 2016 konnte er die Tabletten gegen Diabetes wieder absetzen. Seine Blutzuckerwerte sind komplett im Normalbereich. Die früher latent vorhandenen Augenringe sind verschwunden, und sicher hat er dadurch auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich reduziert.

Mein Fazit: Es lohnt sich, anzufangen, auch wenn der Berg, der vor einem liegt, noch so unüberwindbar aussehen mag. Habt Mut und Zuversicht. Beginnt – heute!